SONOHR 2026 und soundmarker – Labor für ortsbezogene Audioarbeiten laden Audioschaffende aus der freien Schweizer Szene ein, einen gemeinschaftlichen Audiowalk zu realisieren. Unter dem Titel Aufstiege & Abgänge treffen wir uns am ersten Festivaltag (Freitag, 27. Februar 2026), um in Kleingruppen ortsbezogene Audio-Miniaturen zu entwickeln und aufzunehmen, die im Anschluss zu einem Walk zusammengeführt und am Festivalsamstag und -sonntag präsentiert werden. Neben dem gemeinsamen experimentellen Arbeiten stehen bei Aufstiege & Abgänge der Austausch und die Vernetzung innerhalb der Szene im Mittelpunkt.
Wenn Ihr Lust habt, dabei zu sein, oder weitere Infos benötigt, meldet Euch bitte bei:
Die Plätze sind begrenzt, Anmeldeschluss ist am 1. Februar 2026.
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SONOHR 2026 et soundmarker – Laboratoire d’œuvres sonores in situ invitent les professionnel·le·s de l’audio de la scène suisse indépendante à réaliser une promenade acoustique commune, l’Audiowalk Aufstiege & Abgänge. Nous nous retrouverons le premier jour du Festival (vendredi 27 février 2026) pour développer et enregistrer en petits comités des miniatures audio in situ, qui donneront lieu à une déambulation et seront présentées le samedi et le dimanche du festival. Au-delà de cette expérimentation commune, Aufstiege & Abgänge entend favoriser l’échange et la mise en réseau au sein de la scène audio.
Pour y participer ou en savoir plus à ce sujet :
Nombre de places limité. Date limite d’inscription : 1er février 2026.
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SONOHR 2026 e soundmarker – Laboratorio per lavori audio site-specific invitano le professioniste e i professionisti audio della scena indipendente svizzera a realizzare un audiowalk collettivo. Sotto il titolo Aufstiege & Abgänge (Ascese & discese), ci incontreremo il primo giorno del festival (venerdì 27 febbraio 2026) per sviluppare e registrare in piccoli gruppi miniature audio site-specific, che saranno poi riuniti in una passeggiata e presentati il sabato e la domenica del festival. Oltre al lavoro sperimentale comune, Aufstiege & Abgänge pone al centro lo scambio e il networking all’interno della scena indipendente.
Se desiderate partecipare o ricevere ulteriori informazioni, contattateci a:
I posti sono limitati, la scadenza per iscriversi è il 1° febbraio 2026.
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Florian Hohnhorst und Ruben Kurschat sind Mitglieder der Soundmarker. Das Kollektiv arbeitet seit 2011 an ortsspezifischen Audioformaten wie Audiowalks, Audioguides und Soundwalks und versteht sich als Labor, in dem Theorie und Praxis zusammenfliessen. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Mitglieder ergänzen sich in gemeinsamen Projekten, Übungen, Experimenten und Recherchen.
Alle zwei Jahre vergibt das Kollektiv gemeinsam mit guidemate den Audiowalk-Award, organisiert Fachtreffen und hat mit dem How To Hörspaziergang einen Leitfaden zur Produktion von Audiowalks entwickelt. Zudem teilt es sein Wissen in Beratungen, Workshops und Webinaren.
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Florian Hohnhorst et Ruben Kurschat font partie de Soundmarker, un collectif qui développe depuis 2011 des formats sonores spécifiques à des lieux précis : audiowalks, audioguides et soundwalks. Soundmarker se considère comme un laboratoire qui conjugue théorie et pratique. Ses membres abordent des problématiques complémentaires, à travers des projets, des exercices, des expérimentations, des recherches communes.
Tous les deux ans, le collectif décerne avec guidemate l’Audiowalk Award. Il organise également des rencontres professionnelles, et a développé un guide de production d’audiowalks, How To Hörspaziergang. Il diffuse également ses connaissances à travers des sessions de conseil, des ateliers et des webinaires.
Um die Familie zu entlasten, kommt die zweijährige Cécile im Jahr 1945 aus dem Bergdorf Törbel zu einer Pflegemutter nach Zürich – zunächst nur für ein paar Monate. Doch Jahre und schliesslich Jahrzehnte vergehen, bis Cécile in ihr Elternhaus zurückkehrt. Zu Lebzeiten ihrer Eltern wird wenig über die Gründe gesprochen. Nach dem Tod der Eltern tauchen Dokumente auf, die ein neues Licht auf die Geschichte werfen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Cécile versucht die Autorin das Geschehen zu rekonstruieren. Sie besuchen Orte aus Céciles Kindheit, sprechen mit Familienangehörigen und begegnen damit auch einem Stück Schweizer Zeitgeschichte.
Lucia Vasella entdeckte ihre Leidenschaft für Audio bei Radio Rabe. Sie war Redaktorin bei Radio RaBe und produzierte mehrere, teils preisgekrönte Radio-Dokumentationen und Reportagen für SRF sowie für diverse Ausstellungen. Als Mitgründerin und ehemalige Programmleiterin des SONOHR Radio & Podcast Festivals prägte sie während 13 Jahren das Festival und die Schweizer Audio-Szene massgeblich. Heute arbeitet sie in der Podcastschmiede sowie als freischaffende Audio-Journalistin, Moderatorin und Ausbildnerin.
Denis Huna ist Musiker, Komponist und Mitgründer von Tabula Musica, dem Kompetenzzentrum für barrierefreie Musik in Bern. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie in Skopje, entdeckte er früh seine Leidenschaft für die Geige und studierte später in Skopje sowie an der Juilliard School in New York. Seit 2016 entwickelt er inklusive Musikprojekte und initiierte mit Tabula Musica Formate wie The Big Ensemble und Tabula Mobilé, die den Zugang zu Musiktechnologie für Menschen mit und ohne Behinderung erweitern. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei Bühnen Bern und im KKL Luzern präsentiert.
Klimawandel? Kennen wir. Wissen wir. Aber hören wir ihn auch? Bisher kaum. In ihrem Hörstück halten Noah Pilloud und Sarah Heinzmann die Geräusche der Klimakrise fest. Sie nehmen uns mit auf eine sinnliche Klangreise zu schmelzenden Gletschern und tauenden Permafrostböden.
Die Stiftung Radio Basel präsentiert die Uraufführung des Hörstücks Klänge des Anthropozän. Im anschliessenden Gespräch berichten die Macher*innen über ihre Erfahrungen bei der Entwicklung.
Im Anschluss stellen die KatalysatOHR-Gewinner*innen Anna Schibli und Simon John ihr 2025 prämiertes True-Crime-Hörserien-Projekt über rätselhafte Schweizer Medizinfälle vor.
Growing up, Phoebe went to a catholic primary school where the school emblem and colour was red. The school had a visiting doctor who would see the pupils in the head mistress’ study without their red uniforms on. In this red space Phoebe had her first experience of ‘bad touch’. Or as she now calls it, sexual assault. This piece is an attempt, years later, to explore and reclaim the colour red.
Phoebe McIndoe is an award-winning radio journalist and sound artist and the founder of Small Audio Art, a playground for creative makers to connect, create and share feedback. Her recent series County Lines (BBC 4) was Amnesty & BJA nominated and won silver at the ARIAs. She has worked as a producer with BBC’s Woman’s Hour, The Guardian’s Today In Focus, The World Service and charities like NSPCC – to tell survivor-led documentaries, such as Endemic Truth.
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Phoebe war als Kind in einer katholischen Grundschule, deren Emblem rot war. Die Schule wurde von einem Arzt betreut, der die Schüler*innen im Büro der Schulleiterin untersuchte – ohne ihre roten Uniformen. In diesem Raum erlebte Phoebe zum ersten Mal Übergriffigkeit. Oder wie sie es heute nennt: sexuelle Belästigung. Das Stück ist ein Versuch, die Farbe Rot mit der Kraft der Distanz zu erkunden und sich wieder anzueignen.
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Enfant, Phoebe était scolarisée dans un établissement catholique, dont l’emblème était rouge. Un médecin venait examiner les élèves de l’école primaire dans le bureau de la directrice, mais sans leurs uniformes rouges. C’est là, dans cette pièce, que Phoebe a été victime pour la première fois de mains intrusives. Ou, comme elle l’appelle aujourd’hui, de harcèlement sexuel. À travers cette création sonore, elle cherche à explorer la couleur rouge pour se la réapproprier, grâce au pouvoir de la distance.
Hédoné est une gourmande insatiable. Elle a faim, faim de vivre. Pour assouvir son appétit féroce, elle part à la recherche d’une expérience gustative capable de satisfaire son désir le plus profond. BLT emmène l’auditeur dans un voyage sonore immersif qui explore les possibilités de l’apogée comestible, entre art, mémoire et transmission.
Un collage sonore qui culmine en un climax culinaire. Bon appétit !
Luzie Kurth est réalisatrice, productrice radiophonique et artiste multimédia. Après des études de théâtre, de sciences politiques et de droits humains, elle travaille depuis 2016 pour des diffuseurs publics en tant qu’assistante réalisatrice pour des pièces radiophoniques, tout en poursuivant son activité d’actrice et d’artiste vocale. Cette expérience nourrit ses propres projets, qui explorent les liens entre beauté, goût et narration à travers des formes auditives et visuelles. Elle vit à Bruxelles.
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Hédoné ist eine unersättliche Geniesserin. Sie hat Hunger – Hunger nach Leben. Um ihren unbändigen Appetit zu stillen, begibt sie sich auf die Suche nach einer Geschmackserfahrung, die ihr tiefstes Verlangen befriedigen kann. BLT nimmt die Zuhörer*innen mit auf eine immersive Klangcollage zwischen Kunst, Kulinarik und Erinnerung. Guten Appetit!
Though often unspoken, death is simultaneously a natural cycle, unfolding as the inevitable result of our birth, and an “artificial” one, marked by dispassionate medical and legal definitions which are devoid of spiritual or poetic meaning.
Using alternating field recordings of cemetery and mausoleum spaces, fragments of speech from an end‑of‑life nurse, and an anchoring drone derived from those recordings, the piece interrogates listeners’ perspectives on a topic seldom externalized and creates space for self‑reflection and contemplation.
Daniel Ottini is a Canadian sound artist, field recordist, sound designer, and electronic musician whose work focuses on seeking deeper truths about human emotion and experience using sound as a medium of inquiry and expression. His Sound Art practice currently utilizes documentary audio, field recordings, electronic textures, and spatial sound, to probe (and engage) the listener’s perspective in an immersive but non-didactic manner.
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Ob wir es wollen oder nicht: Der Tod ist ein Stück unserer Natur, eine unvermeidliche Folge unserer Geburt. Er ist zugleich ein «künstlicher» Zyklus, geprägt von medizinischen und rechtlichen Definitionen, fernab von spirituellen oder poetischen Bedeutungen. Im Zusammenspiel von Field Recordings aus Friedhöfen sowie Mausoleen und Fragmenten von Gesprächen mit einer Sterbebegleiterin schafft Dying is Fine, but Death einen Raum für Selbstreflexion und Kontemplation.
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Qu’on le veuille ou non, la mort fait partie intégrante de notre nature, c’est une conséquence inévitable de notre naissance. C’est aussi un cycle « artificiel », marqué par des définitions médicales et juridiques, loin de toute signification spirituelle ou poétique. Mêlant field recordings dans des cimetières et des mausolées à des fragments de conversations avec une accompagnatrice de fin de vie, Dying is Fine, but Death invite à l’introspection et à la contemplation.
Spa of Doubts reflects how insecurities and anxieties follow us everywhere—even into the calmest of spaces. Developed at the ecoSuites Artist Residency in Halkidiki, Greece, Spa of Doubts emerged from the sense of trust and vulnerability that Avery H. Thompson experienced with his fellow artists. Original score by Joshua Peschke and Kotoe Karasawa.
Avery H. Thompson is a poet and audio producer who splits his time between Texas and Greece. His new podcast is called TINYgods.
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Spa of Doubts spiegelt wider, wie Unsicherheiten und Ängste uns überallhin begleiten – selbst in die ruhigsten Räume. Entwickelt wurde das Stück während der ecoSuites Artist Residency in Halkidiki, Griechenland. Spa of Doubts entstand aus dem Geflecht von Vertrauen und Verletzlichkeit, das sich unter den Stipendiat*innen entwickelt hat.
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Spa of Doubts reflète la façon dont les incertitudes et les peurs nous accompagnent partout, même dans les espaces les plus sereins. Cette pièce a été développée pendant une résidence artistique ecoSuites à Halkidiki, en Grèce. Spa of Doubts est né du lien entremêlé de confiance et de vulnérabilité qui s’est noué entre les lauréat·e·s de la résidence.
Den Abschluss des Freitagabends bildet die SONOHR-Nicht-Party, der inzwischen fast legendäre Disco Drift mit ShyAnne. Die Musikliebhaberin, Audioaktivistin und Sonohristin der ersten Stunde lädt zum Tanzspaziergang durch die Nacht. In den Ohren eine bunte Playlist, heiter bis kitschig, flockig bis poppig-rockig, gespickt mit Stilbrüchen, holprigen Übergängen und zahlreichen Charthits.Ein gemeinsames Eintauchen und Treibenlassen durch die Stadt.
Den Kopfhörer erhältst du von uns gegen Abgabe eines Ausweises beim Start des Disco Drifts.
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Le vendredi soir se terminera par la « non-fête » SONOHR, le désormais presque légendaire Disco Drift avec ShyAnne. Cette mélomane, nerd audio et activiste sonore de la première heure invite à une balade dansante, dans la nuit. Dans les oreilles, une playlist colorée, tantôt joyeuse, kitsch, aérienne ou pop rock, hérissée de ruptures de style, de transitions cahoteuses et d’une foule de hits.
Une immersion, une déambulation collective dans la ville et l’histoire de la musique populaire.
Les écouteurs te seront remis au départ du Disco Drift, contre une pièce d’identité.
How do we transform the landscape around us into intimate audio stories? This workshop introduces the Small Audio Art methodology, using objects and sensory attention as gateways into personal narrative. We’ll begin with a guided walk, exploring ways of recording beyond the sound-recorder—dropping into our senses, noticing details, and discovering how these moments can translate into compelling stories. Through creative writing exercises and shared discussion, participants will learn to use everyday objects as springboards for memory and identity exploration, developing unexpected techniques for narration in creative radio pieces.
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Wie können wir unsere Umgebung in intime Audio-Geschichten verwandeln? Dieser Workshop führt in die Small Audio Art-Methode ein und zeigt, wie Objekte und Sinneswahrnehmungen Türen zu persönlichen Erzählungen öffnen können.
Wir beginnen mit einem geführten Spaziergang, bei dem wir Wege des Aufnehmens jenseits des klassischen Aufnahmegeräts erkunden – indem wir unsere Sinne schärfen, Details wahrnehmen und entdecken, wie diese Momente in packende Geschichten übersetzt werden können.
Durch kreative Schreibübungen und gemeinsame Diskussionen lernen die Teilnehmenden, alltägliche Objekte als Ausgangspunkt für Erinnerungen und Identitätserkundungen zu nutzen und dabei überraschende Erzähltechniken für kreative Radiobeiträge zu entwickeln.
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Phoebe McIndoe is an award-winning radio journalist and sound artist and the founder of Small Audio Art, a playground for creative makers to connect, create and share feedback. Her recent series County Lines (BBC 4) was Amnesty & BJA nominated and won silver at the ARIAs. She has worked as a producer with BBC’s Woman’s Hour, The Guardian’s Today In Focus, The World Service and charities like NSPCC – to tell survivor-led documentaries, such as Endemic Truth.
Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Acoustic Ecology beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Menschen und ihrer klanglichen Umwelt. Es untersucht, wie natürliche, technische und soziale Klänge unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unser Wohlbefinden prägen. Ziel der akustischen Ökologie ist es, Klanglandschaften zu bewahren und bewusst zu gestalten – und so zu einer nachhaltigen akustischen Umwelt beizutragen.
In der Schweiz ist die Swiss Society for Acoustic Ecology (SSAE) eine zentrale Akteurin in diesem Bereich. Am SONOHR geben zwei Vorstandsmitglieder der SSAE – die Klangkünstlerin und Klangforscherin Manu Meier sowie der Kulturvermittler Nik Fischer – einen vertieften Einblick in die Praxis der Acoustic Ecology. Das Gespräch moderiert Sarah Heinzmann, Journalistin und KatalysatOHR-Gewinnerin 2024.
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Manu Meier lebt und arbeitet in Basel. Ihre künstlerische Praxis fokussiert auf die akustische Beschaffenheit unserer Umwelt. Als Mitbegründerin der Schweizerischen Gesellschaft für Akustische Ökologie (SSAE) engagiert sie sich für eine bewusste Hörkultur im Spannungsfeld von Digitalisierung, Gesellschaft, Technologie und Biodiversität. Ihre Arbeiten wurden unter anderem an der Ars Electronica in Linz (A), im Kunsthaus Pasquart in Biel (CH) und im HeK Basel (CH) gezeigt.
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Der Kulturvermittler Nik Fischer hat Soziokulturelle Animation an der HSLU studiert, lebt und arbeitet heute in Biel und ist an den Schnittstellen von Gesellschaft, Kunst und Kollaboration zuhause. Er hat zahlreiche Kulturprojekte initiiert, leitet heute das aaoc-Kulturbureau in Biel und tüftelt zurzeit an verschiedenen Projekten. Das aufmerksame Zu-Hören ist für ihn eine Art die Welt zu verstehen.

On entend souvent dire que les personnes aveugles développent une perception sonore plus fine – mais comment cela se manifeste-t-il concrètement ?
Avec ce podcast, Valerio Scamuffa explore le rôle de notre oreille dans la compréhension du monde et montre comment les sons qui nous entourent influencent nos émotions. Quels sont ceux qui nous touchent, nous attirent ou nous accompagnent au quotidien ?
À travers quatre témoignages fascinants, l’auteur invite les auditeur·ice·s à redécouvrir le plaisir de se connecter avec ce merveilleux sens qu’est l’audition et rappelle l’importance de l’écoute dans notre perception du réel.
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Oft hört man, dass blinde Menschen eine besonders feine auditive Wahrnehmung entwickeln – doch wie äussert sich das konkret?
Mit diesem Podcast möchte Valerio Scamuffa die Rolle unseres Gehörs für das Verständnis der Welt erforschen und zeigen, wie die Geräusche um uns herum unsere Gefühle beeinflussen. Welche Klänge berühren uns, ziehen uns an oder begleiten uns im Alltag?
Anhand von vier Erfahrungsberichten erleben die Zuhörenden, wie zentral das Hören für unsere Wahrnehmung der Realität ist.

Im Befragungsraum des Staatssekretariats für Migration, wo sich die Tore zur Erinnerung weit öffnen und das Schweigen schwerer wiegt als jedes Wort, sitzt die Protagonistin Azal. Sie trägt ihr Schweigen wie ein Schild und ihren Schmerz wie einen Schatten. Nach vielen Jahren entscheidet sie sich schliesslich, ihre Geschichte zu erzählen. Das Hörstück basiert auf einer wahren Lebensgeschichte und beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Frauen im Asylprozess konfrontiert sind.
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Azal, le personnage principal, est assise dans la salle d’interrogatoire du Secrétariat d’État à l’immigration, où les portes du souvenir s’ouvrent, béantes, et le silence pèse plus lourd que chaque mot. Elle porte son mutisme tel un bouclier et sa douleur telle une ombre. Après de longues années, elle se décide enfin à raconter son histoire. Cette pièce sonore part d’une histoire vraie pour éclairer les difficultés auxquelles sont confrontées les femmes en procédure d’asile.
Pêche aux sons n. f. – action ou manière de capturer les sons datant de l’ère poissonnière ; technique exigeant une grande dextérité, afin de ne pas endommager la récolte. – « Le plus compliqué pendant le rude hiver pour ces gens du littoral, c’était la Pêche aux Sons qui écaillait les oreilles avec pugnacité » (Barles Chaudelaire).
Deux pêcheur·euse·s spécialistes de cette technique particulière sont sur le point d’embarquer dans leur chalutier. La météo est ce qu’elle est et nos deux protagonistes suggèrent aux badauds qui flânent sur les berges d’embarquer avec elleux. Folie !!!
Mêlant texte et univers sonore, cette performance est une immersion dans la richesse stupéfiante de la biodiversité́ acoustique qui nous entoure. Qu’il s’agisse de sons naturels – audibles pour nos oreilles – ou de sons cachés – produits par des ondes, Émilie Bender et Gérald Wang souhaitent engager vos oreilles à vivre une expérience originale et sensible à travers l’espace public.
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Angeln nach Geräuschen – Tätigkeit oder Art und Weise, Geräusche aus der Fischereiwelt einzufangen; Technik, die grosse Geschicklichkeit erfordert, um den Fang nicht zu beschädigen. «Das Schwierigste für die Küstenbewohner war das Angeln nach Geräuschen während des harten Winters, das den Ohren mit Hartnäckigkeit zusetzte.» (Barles Chaudelaire).
Zwei Fischer*innen, spezialisiert auf eine besondere Fangtechnik, steigen in ihren Trawler. Das Wetter ist, wie es ist, und sie laden die Schaulustigen am Ufer ein, mit ihnen abzulegen.
Diese Performance lässt die Zuschauer*innen in den erstaunlichen Reichtum der akustischen Biodiversität eintauchen. Ob natürliche Geräusche oder verborgene Klänge, die von den Wellen erzeugt werden – Émilie Bender und Gérald Wang öffnen die Ohren für eine besondere Erfahrung im öffentlichen Raum.
In einer Stadt, in der Realität und Tagtraum sich überlagern, rast die Träumerin an roten Ampeln und Erinnerungen vorbei. Emotionen und alte Ängste manifestieren sich zu hör- und bekämpfbaren Gestalten, während Geräusche, Dialogfetzen und innere Stimmen ineinandergreifen. Wie eine Kriegerin reitet die Protagonistin auf ihrem Drahtesel in die Schlacht, um Polizisten und innere Dämonen zu bekämpfen. Das ist keine Liebesgeschichte, das ist nur Utopie beschäftigt sich mit Macht und Ohnmacht und hilfloser Wut.
Leah Luna Winzely studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, davor Literatur, Gender Studies und Filmregie in Berlin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich vorrangig mit der Visualität der Sprache und bewegt sich zwischen Lyrik, Prosa und szenischem Text.
Paulette Breuhahn studiert Medienkunst/Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar. Fasziniert von der Möglichkeit, mit Klang Geschichten zu erzählen, erkundet sie akustische Räume und die Bandbreite auditiver Projekte, die vom Experiment bis zur klaren Narration reichen.
Laika is set in 1957, when devoted Soviet scientist Tatyana communicates via the radio to Laika, the dog who has just been propelled into orbit around the Earth in a rocket. As Tatyana tries to calm the dog, she fears that if Laika dies, her days with her husband Yevgeny will also be numbered. Furthermore, Laika’s fate sparks a sense of resistance against Khrushchev’s regime. But how has Laika come to mean so much to her?
NOX is an audio collective led by writer-composer Luuk Imhann and composer-producer Sietse Damen. Together, they create historical audio dramas, cinema for your ears, transporting listeners to pivotal moments in history, such as the dropping of the atomic bomb on Japan in 1945 and the launch of a rocket carrying a dog in the Soviet Union. At these crossroads of history, hope can be found in the smallest gestures, as even the most careful sighs will display a heartwarming humanity.
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Laika spielt im Jahr 1957 – gerade ist die Hündin Laika in einer Rakete in die Erdumlaufbahn geschossen worden. Die sowjetische Wissenschaftlerin Tatjana spricht über Funk mit Laika, um sie zu beruhigen. Währenddessen befürchtet sie insgeheim, dass ihre Tage mit ihrem Ehemann Jewgeni gezählt sind, sollte Laika sterben. Allmählich entfacht Laikas Schicksal die ersten Funken von Widerstand gegen das Regime Chruschtschows.
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Laika se déroule en 1957, année où la chienne Laïka a été propulsée dans l’orbite terrestre à bord d’une navette spatiale. La scientifique soviétique Tatjana parle avec elle par contact radio, pour la rassurer. En même temps, elle craint en secret que ses jours avec son mari Jewgeni ne soient comptés, si la chienne venait à mourir. Peu à peu, le destin de Laïka attise les premières braises de la résistance contre le régime de Khrouchtchev.

80 ans après la Seconde Guerre mondiale, que reste-t-il ? Candice Savoyat part sur les traces de sa famille. À Chemnitz, en Allemagne, où est née sa grand-mère maternelle, d’un père juif polonais, avant qu’ils ne fuient en France. À Mauthausen, en Autriche, où son arrière-grand-père paternel, résistant, a été déporté. Elle relie ainsi ses deux histoires familiales et les fait résonner avec le présent en recueillant les paroles d’inconnu·e·s rencontré·e·s en chemin. Un voyage intime et universel à écouter au casque, présenté pour la première fois dans une salle de cinéma lors du festival SONOHR.
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80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geht Candice Savoyat den Spuren ihrer Familie nach – von Chemnitz, dem Geburtsort ihrer Grossmutter mütterlicherseits, über Mauthausen, wohin ihr Urgrossvater väterlicherseits deportiert worden war. Candice Savoyat verknüpft diese beiden Familiengeschichten und lässt sie im Gespräch mit Menschen, die sie unterwegs trifft, mit der Gegenwart resonieren. Dabei entstehen intime Einblicke in persönliche Erinnerungen, die zugleich universelle Fragen nach Erinnerung, Identität und Geschichte aufwerfen. Eine Hörreise, die nah an den Menschen und bewegend zugleich ist.
Wo zeigt sich das Lebensende in der Stadt? Welche Spuren des Lebens tragen wir in uns? Wie kann man dem eigenen Lebensende begegnen? Der ortsspezifische Audiowalk führt durch die Stadt Bern – von der Grossen Schanze zur Bundesterrasse – und verbindet dabei Interview-Collagen, Handlungsanweisungen, Sound und Beobachtungen. Spielerisch und sinnlich regt der Walk dazu an, über Leben und Tod nachzudenken – und die unauflösbare Verbindung von Anfang und Ende zu erleben.
Arianna de Angelis absolvierte eine Ausbildung in Bildender Kunst und Trickfilm und schloss 2021 ihr Studium der Animation an der Hochschule Luzern ab. Sie arbeitet interdisziplinär als Multimedia-Künstlerin – von Videoarbeiten bis zu Illustrationen – und widmet sich auch dem Theater, u. a. in Zusammenarbeit mit der Gruppe Grande Giro. Sie ist Autorin und Co-Autorin von Werken wie Tumble Toad, La Risata Cangiante und Quella grata udienza che solete.
Benjamin Heller ist interdisziplinärer Künstler, Performer und Kunstvermittler. Er studierte Freie Kunst in Marseille und Luzern und schloss den Master Art Education in Bern ab. Neben freischaffender Arbeit realisiert er Projekte für das Stapferhaus in Lenzburg. Sein Schaffen umfasst Performances, Installationen, partizipative Formate und Jugendtheater, inspiriert von Objekten, Klängen, Menschen und deren Geschichten.
Seobhan Hope ist Illustratorin, Kunstvermittlerin und Gestalterin. Sie studierte Illustration am Edinburgh College of Art und schliesst 2026 den Master Art Education in Bern ab. Seit 2019 arbeitet sie für Verlage und Auftraggeber im In- und Ausland und wird seit 2023 von der Bright Agency vertreten. Ihre Arbeit bewegt sich zunehmend an der Schnittstelle von Kunstvermittlung und Bildung; ein von ihr mitentwickeltes Projekt wurde 2025 mit dem Goldpreis des Funkenflug-Wettbewerbs ausgezeichnet.
An inner journey, like a thought spoken out loud: De ambulantes soy is a piece of radio art that explores the sounds that inhabit us, the ambulantes (hawkers). We become entangled with a city that, at times, seems indifferent, yet, at others, envelops us in its nostalgic echoes.
Vanessa Valencia Ramos is an audiovisual communicator and producer of narrative audio content, with experience in independent media in the journalistic, artistic, community, and digital fields.
Gerardo Flores Hidalgo is a sound engineering technician with experience in live shows and concerts. He creates music scoring and sound design for independent projects and is passionate about sound for documentaries.
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Eine Erkundung der Innerlichkeit, wie ein laut ausgesprochener Gedanke: De ambulantes soy erforscht die Klänge, die uns innewohnen – uns, den Stadtstreunenden. Wir werden von der Stadt vereinnahmt, manchmal ignoriert, manchmal von ihrem nostalgischen Sehnen umfangen.
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Un voyage intérieur, tel une pensée exprimée à haute voix : De ambulantes soy explore les sons qui nous habitent, nous, vagabonds urbains. Absorbés par la ville, nous sommes tantôt ignorés, tantôt enveloppés par sa nostalgie.
Sables brings together distance and proximity, memory and fantasy, the present and the past, life and death. The piece aims to draw the listener into an immersive experience, sharing an exploration of tragic love presented through multiple narratives and interaction with the environment. The first version of Sables was performed in situ at the University of Avignon during the Festival d’Avignon, making use of indoor and outdoor spaces with different sound sources.
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Sables mêle distance et proximité, souvenir et imagination, présent et passé, vie et mort. Cette pièce plonge les spectateurs dans l’exploration d’un amour tragique. La première version de Sables a été jouée à l’université d’Avignon, pendant le Festival du même nom.
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Sables vereint Distanz und Nähe, Erinnerung und Fantasie, Gegenwart und Vergangenheit, Leben und Tod. Das Stück lässt die Zuhörenden eintauchen und an der Erkundung einer tragischen Liebe teilhaben. Eine erste Version von Sables wurde während des Festival d’Avignon an der Universität von Avignon aufgeführt.
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Camille Protar is an actress, stage director, and sound designer for theater. She trained in some Parisian schools and conservatories, in parallel with her university studies and musical practices. She directs the company Ulysse Kaldor, with which she has staged texts by Fernando Arrabal and Howard Barker. She is pursuing her research-creation thesis at the University of Avignon. She questions the place and modes of sound production in the overall process of stage writing when it involves the boundaries between interiority and exteriority, real spaces and mental spaces.
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Sam Cornu is a Franco-British PhD student and playwright. His interdisciplinary thesis in research-creation at the University of Avignon, supported by EUR InterMEDIUS and co- supervised by Nathalie Macé, David Galli, and Romanian playwright Matéi Vișniec, examines the limits of language in Beckett and Pinget to inform artistic co-creation in Avignon. Co-creator of ‘‘Sables’’, he has published award-winning short stories and poems. His recent play ‘‘La Vilenie’’ was published in 2025 by L’Harmattan.
When Jonah N. Buchanan left home, one of the few personal items he took with him was his family’s rice cooker: an old, once-white Sanyo machine that was older than him. As the appliance began to show signs of age, Jonah reflected on how much of his life it had witnessed. He asked his family to leave him voicemails sharing their Sanyo memories.
Born and raised in San Diego, California, Jonah N. Buchanan is an audio producer and oral history practitioner based in Queens, New York. His work explores self-archiving, shared experience, and memory work in audio and mixed media forms.
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Als Jonah N. Buchanan von zuhause auszog, war unter den wenigen Dingen, die er mitnahm, der Reiskocher seiner Familie: ein altes, einstmals weisses Gerät der Marke Sanyo. Älter als er selbst. Als das Gerät anfing, auseinanderzufallen, wurde Jonah bewusst, wie lange es ihn begleitet, wie viel von seinem Leben es mitbekommen hatte. Er bat seine Familie, ihm Voicemails mit ihren Erinnerungen an Sanyo zu schicken.
–Lorsque Jonah N. Buchanan quitte le domicile familial, il emporte avec lui quelques affaires, dont un cuiseur à riz : un vieil appareil Sanyo, qui fut blanc il y a très longtemps. Quand l’appareil, plus âgé que lui, a commencé à tomber en panne, Jonah a pris conscience de toutes ces années vécues en la compagnie de ce cuiseur, témoin important de sa vie. Il a demandé à sa famille de lui envoyer des messages vocaux de leurs souvenirs liés à Sanyo.
My Fucking Diary lives in the feral limbo found after a break up. Diary extracts collide in an audio collage to abrasively and humorously reflect on a year riddled with sex and selfdiscovery. The diaristic writing, cuts and repetitions bleed the encounters into one another, and spiral in the simultaneity found in desire and destruction. My Fucking Diary sits somewhere between a naff brash reel-esque piece and a poignant kaleidoscope documenting the sentient sexual self.
Sarah Frosh is a London based audio producer with a background in anthropology. She worked with the BBC, universities, governments and international NGOs. Drawn to the strange, unifying heart of what makes us human, she creates audio stories that invite people to learn from one another and connect more deeply.
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My Fucking Diary lässt die Leere und den wilden Hunger nach einer Trennung aufeinanderprallen. Die Audiocollage erzählt, schonungslos und humorvoll, ein Jahr voller Sex und Selbstfindung. Die tagebuchartigen Texte, Schnitte und Wiederholungen lassen die Begegnungen verschwimmen. Ohne klare Chronologie entfaltet sich die kaleidoskopische Gleichzeitigkeit von Begierde und Zerstörung.
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My Fucking Diary met en scène les sensations de vide et de faim sauvage qui s’affrontent après une rupture. Ce collage audio raconte, sans concession et avec humour, une année de sexe et de quête de soi. Les rencontres sont brouillées par des textes qui ressemblent à des extraits de journal intime, des coupures, des répétitions. Sans chronologie claire, la simultanéité du désir et de la destruction dévoile sa dimension kaléidoscopique.
Das diesjährige SONOHR-Festival beginnt am Freitag mit der kollektiven Produktion des Audiowalks Aufstiege und Abgänge, geleitet von den Soundmarker-Mitgliedern Ruben Kurschat und Florian Hohnhorst. Am Samstag und Sonntag wird das Ergebnis dieser Arbeit präsentiert – eine Überraschung für die Macher*innen und das Publikum, eine Premiere für alle.
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Le festival SONOHR de cette année commence le vendredi par la production collective de l’Audiowalk Aufstiege und Abgänge, en compagnie des membres de Soundmarker Ruben Kurschat et Florian Hohnhorst. Le résultat sera présenté le samedi et le dimanche. Une surprise pour les créateur·rice·s et le public, une première pour toutes et tous.
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Il Festival SONOHR di quest’anno inizia venerdì con la produzione collettiva dell’audiowalk Aufstiege und Abgänge (Ascese e discese), guidata dai membri dei Soundmarker Ruben Kurschat e Florian Hohnhorst. Sabato e domenica verrà presentato il risultato di questo lavoro: una sorpresa per i creatori e per il pubblico, una prima assoluta per tutti.

Nelle comunità alpine, in estate, si pratica ancora oggi la transumanza: le bestie vengono portate sull’alpeggio per trascorrervi l’estate. Lo fanno anche i protagonisti del nostro racconto, Hans, Pit e Armin. La vita sull’alpeggio è dura, ma magari con un goccetto di schnaps si dimentica anche la solitudine…
Sennentuntschi è una leggenda attestata per la prima volta nel 1500. Ne esistono oltre cento versioni: se ne sono fatti racconti, opere teatrali e film, e negli anni non ha mancato di fare scandalo. Questo racconto è liberamente ispirato alla leggenda.
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In den Berggemeinden geht man auch heute noch im Sommer auf die Alp: Die Tiere werden dorthin gebracht, um den Sommer in der Höhe zu verbringen. So machen es auch die Protagonisten des Hörspiels Hans, Pit und Armin. Das Leben auf der Alp kann hart sein – doch vielleicht hilft ein Schluck Schnaps, um die Einsamkeit zu vergessen?
Sennentuntschi ist eine Legende, die erstmals um 1500 erwähnt wurde. Über hundert Versionen sind überliefert, sie wurde in Erzählungen, Theaterstücken und Filmen verarbeitet und hat im Laufe der Jahre immer wieder für Skandale gesorgt. Dieses Hörspiel ist von der Legende inspiriert und setzt sich auf vielfältige Art mit ihr und ihrer Rezeption auseinander.

Cette performance radiophonique en direct pour six interprètes est une expérience immersive diffusée au casque. À travers les regards croisés des membres d’une famille sur un événement tragique et fondateur – la séparation – le spectacle déploie un jeu de variations sonores et musicales autour des thèmes de la déchirure et du sanglot.
Œuvre « méta », cette performance révèle également les outils du langage radio-scénique que Le Collectif Wow ! élabore depuis plus de dix ans. Les scènes de fiction sont ponctuées de petits pas de côté permettant de prendre un peu de distance pour présenter les éléments de l’écriture et leurs fonctions narratives et dramaturgiques.
L’objectif est d’apporter un éclairage inédit, à la fois technique et pratique, sur ce qui se joue en direct, sans rompre avec l’histoire ni couper l’émotion – et parfois, au contraire, en aidant le public à la vivre et à l’éprouver plus intensément.
Fondé en 2011, Le Collectif Wow ! regroupe six personnalités de formations, nationalités et horizons différents, autour de la recherche d’une grammaire commune pour écouter et faire entendre le monde. Décloisonnant par nature et interdisciplinaire par goût, l’exploration du langage radiophonique et sonore est le terrain de prédilection de son geste créatif et la radio-scénie fait sa spécificité. Par-delà la recherche formelle sur le mélange des genres, son écriture est innervée par une démarche de l’engagement à l’écoute du monde et de ses pulsations, pour se faire écho et porte-voix des marginaux, des oubliés, des plus fragiles, et des luttes et combats qui l’animent.
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Die Live-Hörspiel-Performance Où prends-tu tes larmes ? ist eine immersive Erfahrung, die über Kopfhörer übertragen wird. Durch die wechselnden Perspektiven der Familienmitglieder auf ein tragisches und prägendes Ereignis – die Trennung – entfaltet das Stück ein Spiel aus Klang- und Musikvariationen rund um das Thema Zerrissenheit.
Als «Meta-Werk» rückt die Performance auch die Werkzeuge der radio-szenischen Sprache in den Fokus, die das Collectif Wow! seit über zehn Jahren entwickelt. Die fiktionalen Szenen werden von kleinen Unterbrechungen begleitet, die es erlauben, die Elemente des Stücks sowie ihre narrativen und dramaturgischen Funktionen in den Fokus zu rücken.
Im Creators’ Podium werden die Macher*innen der Wettbewerbsstücke vorgestellt. In einem halbstündigen Gespräch tauschen sie sich über ihre Herangehens- und Arbeitsweisen aus und geben so Einblick in das aktuelle Schaffen der freien Audioszene.
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Au lieu de proposer de courtes interviews pendant les sessions consacrées au concours, nous invitons les auteur·rice·s des pièces sélectionnées à discuter ensemble de leurs créations. Un échange qui invite à plonger au cœur de la création actuelle de la scène audio indépendante.

Un couple au bord de la rupture enregistre sur cassette leur dernière dispute. Elle lui reproche de ne l’avoir jamais remerciée pour ce qu’elle a fait pendant leurs 26 années de mariage. Il lui annonce qu’il n’a jamais été heureux avec elle. Malgré leur ton calme et leur anglais distingué, l’homme et la femme ne semblent pas parler le même langage. La discussion prend la forme d’un procès. Les silences sont lourds, intenables.
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Ein Paar kurz vor der Trennung zeichnet seine letzte Auseinandersetzung auf Kassette auf. Sie wirft ihm vor, sich nie für das bedankt zu haben, was sie während ihrer 26 Ehejahre für ihn getan hat. Er gesteht, dass er nie glücklich mit ihr gewesen sei.
Trotz ruhigem Ton und gewähltem Englisch scheinen die beiden nicht dieselbe Sprache zu sprechen. Das Gespräch entwickelt sich zu einem regelrechten Prozess. Die Pausen ziehen sich, sind kaum auszuhalten, und machen die Spannungen spür- und hörbar.

Eines Tages ist im Quartier ein mysteriöser Ton zu hören. Die Spekulationen entwickeln sich in alle Richtungen, bis der Ton unvermittelt wieder verschwindet. Soweit ist das tatsächlich passiert. Das Hörstück deswegen als dokumentarisch zu bezeichnen, wäre jedoch eine gewagte Behauptung. Auf dünner Faktenlage spinnt Der Ton ein gedankliches Netz über Wahrnehmung und Wirklichkeit und übersetzt sich dabei gleich selbst. Unterdessen fragen sich John Cage und Morton Feldman im Radioarchiv, wann Zufall Kunst ist und ob das auch für Störgeräusche gilt.
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Un jour, un son mystérieux s’élève dans le quartier. Les spéculations vont bon train, jusqu’à ce que le son se taise soudain. Cette situation s’est effectivement produite un jour, quelque part. Mais de là à décrire cette pièce comme un documentaire, n’exagérons pas. S’appuyant sur un mince filet factuel, Der Ton tisse une réflexion autour de la perception et de la réalité, se traduisant lui-même par la même occasion. La pièce est entrecoupée d’extraits d’archives radiophoniques, dans lesquels John Cage et Morton Feldman s’interrogent sur le moment où le hasard devient art, et si ce principe s’applique aussi aux bruits parasites.

À la manière d’un reportage, cette pièce sonore est une enquête menée par Marc Berman pour comprendre ce que son grand-père, mort en 1998, essaie de lui dire depuis plus de vingt-six ans. Mais le reportage tourne mal et se transforme en bain de sang : Marc Berman est tué à coups de pelle par la fossoyeuse du joli cimetière de campagne où reposent les ossements de son grand-père. Après une chute vertigineuse dans la terre, il atteint une zone située à 1 492 mètres de profondeur : c’est le début de son death trip.
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Im Stil einer Reportage versucht Marc Berman herauszufinden, was ihm sein Grossvater, der 1998 gestorben ist, mitteilen will. Doch die Reportage gerät ausser Kontrolle und wird zum Blutbad: Marc Berman wird von der Totengräberin des idyllischen Landfriedhofs, auf dem die Gebeine seines Grossvaters ruhen, mit einer Schaufel erschlagen.
Nach einem schwindelerregenden Sturz in die Erde findet er sich in 1492 Meter Tiefe wieder – der Beginn seines Death Trips.

Radio Limbo celebrates radio as a portal to other realities and unusual characters. A darkly playful radio cabaret, the show parodies and reimagines established media through a mix of original material and recycled audio plunder. Hosted and produced by Pete Hazell, listeners are taken on a journey through collage, audio curiosities, music, disembodied voices, and imaginary soundscapes. Psychedelic, entertaining, and at times unnerving, the show embraces radio as a shape-shifting vessel for exploring theatrical, subversive, and surreal worlds.
Pete Hazell is a music and radio artist from Bristol, UK, who has spent the past 20 years engaged with underground music and community radio. In 2017, after many years DJing and producing, he co-founded the cassette label Limbo Tapes and a year later began Radio Limbo as a monthly residency on Bristol’s Noods Radio. The show remains a workshop for his practice and a showcase of new music releases. Pete is now bringing Radio Limbo to live audiences and is working on a second series of his experimental fiction podcast Limbo Calling.
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Radio Limbo feiert Radio als Portal zu anderen Realitäten und ungewöhnlichen Figuren. Eine düster-verspielte Radio-Varietéshow, die etablierte Medien parodiert und neu interpretiert – mit einer Mischung aus Originalmaterial und Audio-Trouvaillen. Pete Hazell nimmt die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Collagen, akustische Kuriositäten, Musik, entkörperte Stimmen und imaginäre Klanglandschaften. Psychedelisch, unterhaltsam und irrlichternd nutzt das Stück Radio als wandelbares Medium, um theatralische, subversive und surreale Welten zu erkunden.
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Radio Limbo célèbre la radio, portail vers d’autres réalités, vers des personnages insolites. Une émission de variété radiophonique à la fois grinçante et enjouée, parodie des médias établis, qui les revisite en mêlant matériau d’origine et trouvailles audio. Pete Hazell emmène ses auditeur·rice·s dans une chevauchée endiablée, entre collages, curiosités acoustiques, musique, voix désincarnées et paysages sonores imaginaires. Psychédélique, divertissante, dansant tel un feu follet, la pièce utilise la radio comme un médium changeant, pour mieux explorer les univers subversifs et surréalistes.

L’audio ouvre des portes que le journalisme classique ne peut pas franchir : un simple microphone ou un téléphone suffit parfois pour explorer des lieux marqués par le danger, la violence ou des restrictions politiques – et y capturer des voix authentiques.
À partir des productions audio Dernier Passage des Garçons Sauvages et Nahed, une voix de Gaza d’Adèle Ottiger et Didier Rossat, produit par Magali Philip pour la RTS, cette présentation et table ronde examine comment les journalistes et documentaristes audio peuvent aborder des zones dangereuses ou politiquement sensibles. Quelles stratégies, méthodes et outils permettent de créer une représentation crédible de la réalité, même sous la menace ? Comment respecter les principes journalistiques lorsque le pouvoir, la sécurité et la violence compliquent le travail ? Et dans quelle mesure le journalisme peut-il se dissocier de l’activisme lorsque des voix rarement entendues doivent être racontées ?
Explorez les possibilités et les défis que l’audio ouvre dans des situations extrêmes – et découvrez comment le son peut devenir une fenêtre sur la réalité, même dans les zones les plus périlleuses.
Nahed – une voix de Gaza – Depuis mars 2024, Nahed témoigne par messages vocaux de son quotidien à Gaza sous les bombes. Après le 7 octobre 2023 et la riposte israélienne, Gaza est coupée du monde, inaccessible aux journalistes. La RTS établit alors un contact direct avec cette Gazaouie qui envoie ses messages à Adèle Ottiger à Lausanne. Ce lien entre deux femmes que tout sépare devient un podcast en 4 épisodes, témoignage rare et bouleversant de la survie des Gazaouis.
Magali Philip travaille comme journaliste à la RTS depuis 1999 et est productrice de Nahed – une voix de Gaza. Elle explique que le podcast a transformé sa manière de raconter le monde. Elle produit notamment Le Point J pour les jeunes qui souhaitent comprendre l’actualité autrement, ainsi que des séries telles que Invaders, Nahed – une voix de Gaza, Soleil noir et Nos esclaves. Son travail se concentre sur des histoires qui touchent et invitent à la réflexion. Elle préside également la commission audio des Médias Francophones Publics, où elle collabore avec d’autres radios francophones pour explorer de nouvelles voies dans la production audio.
Dernier Passage – Garçons Sauvages se rend en Pologne pendant un mois, à la frontière Biélorusse, où des milliers de migrants tentent de franchir un mur de 5 mètres de haut et 200 km de long, érigé par l’extrême droite polonaise. Ces migrants, pris entre deux feux, sont manipulés par la Biélorussie, qui les pousse vers la Pologne, tandis que les autorités polonaises les refoulent sans ménagement.
Depuis 2019, la frontière polonaise est devenue un point focal d’un conflit géopolitique, orchestré par le dictateur biélorusse Alexandre Loukachenko, dans un but clair : déstabiliser l’Europe. Loukachenko encourage des milliers de migrants, principalement venus d’Afrique et du Moyen-Orient, à transiter par la Biélorussie, exacerbant ainsi la crise aux portes de l’Union européenne.
Fondé en mars 2020 par un journaliste et photographe, un comédien et un ingénieur du son, Garçons Sauvages s’est imposé comme un collectif engagé, spécialisé dans les reportages révélant les bouleversements humains provoqués par des crises politiques, sociales ou environnementales.
Son format ? Le podcast, un média moderne offrant une approche journalistique différente, immersive et libérée des contraintes traditionnelles, pour plonger au cœur des récits. Son «terrain»? Les quatre coins du monde, explorés avec une méthode d’investigation librement inspirée de l’esprit nomade et subversif de la beat generation. Collectif de journalistes indépendants, il crée et réalise en totale autonomie ses reportages.
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Audio opens doors that would otherwise remain closed: a small microphone or a smartphone is enough to explore spaces marked by danger, violence, or political restrictions—and to capture authentic voices there.
Drawing on the audio productions Dernier Passage and Nahed, une voix de Gaza, we ask: How does audio journalism approach zones that are scarcely accessible? What strategies, methods, and tools make it possible to document a credible picture of reality under threat? How can journalistic principles be upheld when power dynamics and danger complicate the work? And where is the line between journalism and activism when telling voices that would otherwise remain unheard?
Explore the possibilities and challenges that audio opens up in extreme situations—and hear how sound itself can become a window into reality, even in dangerous zones.
Die Medienlandschaft befindet sich – in der Schweiz wie auch international – in einem tiefgreifenden Wandel. Der Druck, den politische, gesellschaftliche und technologische Entwicklungen erzeugen, trifft auch die unabhängige Audioszene massiv. In einer Table ronde gehen wir der Frage nach, wie andere europäische Szenen mit den Herausforderungen umgehen und welche Strategien sich bewährt haben, um in diesem Wandel zu bestehen.
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En Suisse comme à l’étranger, le paysage médiatique est en profonde mutation. Les pressions exercées par les évolutions politiques, sociétales et technologiques touchent également de plein fouet la scène de la production sonore indépendante. Lors de cette table ronde, nous verrons comment d’autres scènes, ailleurs en Europe, affrontent ces difficultés et quelles sont les stratégies qui ont fait leurs preuves face à cette transformation.
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The media landscape is undergoing profound changes – both in Switzerland and internationally. The pressures generated by political, social, and technological developments also heavily impact the independent audio scene. In a roundtable discussion, we will explore how other European scenes are dealing with these challenges and which strategies have proven successful in navigating this transformation.
Im Anschluss an die Table ronde sind alle zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen, um die offenen Fragen und möglichen Lösungsansätze zu vertiefen. Ganz nach dem Motto: Suppe ist gut, Vernetzung ist superer. Steckt die Löffel und Köpfe zusammen, lernt euch kennen und setzt Impulse für eine lebendige Zukunft der unabhängigen Audioszene.
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À l’issue de la table ronde, tout le monde est invité à un repas de midi, pour approfondir les questions restées en suspens et explorer d’éventuelles pistes de solutions. Faites danser les cuillères et les neurones, liez connaissance, et impulsez l’élan qui continuera de faire vivre la scène indépendante de l’audio.
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Al termine della tavola rotonda sono tutti invitati a un pranzo collettivo, per approfondire le questioni aperte e i possibili approcci risolutivi. Mettete insieme teste e cucchiai, conoscetevi e date impulso a un futuro vivace della scena audio indipendente.
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After the roundtable, everyone is invited to a shared lunch to discuss open questions and explore possible solutions. Put your spoons and heads together, get to know each other, and spark ideas for a vibrant future of the independent audio scene.

Que s’est-il passé cette nuit-là, en 1991, à la maison Schaeck ?
En cherchant à revisiter un souvenir brumeux d’ado, Mathieu Ziegler se lance dans une enquête documentaire sur un épisode marquant du mouvement squat genevois des années 1980-90. À travers les récits des victimes de cette nuit mouvementée, il évoque les interminables batailles juridiques et politiques autour des projets immobiliers du triangle de Villereuse, ainsi que le contexte général des squats à Genève.
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Was geschah in jener Nacht im Jahr 1991 in der Maison Schaeck?
Auf der Suche nach einer verschwommenen Erinnerung aus seiner Jugend beginnt Mathieu Ziegler eine dokumentarische Recherche über eine prägende Episode der Genfer Hausbesetzerbewegung der 1980er- und 1990er-Jahre. Anhand der Berichte der Beteiligten schildert er die endlosen juristischen und politischen Auseinandersetzungen um die Immobilienprojekte im Dreieck von Villereuse und ordnet sie in den breiteren Kontext der Hausbesetzungen in Genf ein.

Das diesjährige SONOHR-Festival beginnt am Freitag mit der kollektiven Produktion des Audiowalks Aufstiege und Abgänge, geleitet von den Soundmarker-Mitgliedern Ruben Kurschat und Florian Hohnhorst. Am Samstag und Sonntag wird das Ergebnis dieser Arbeit präsentiert – eine Überraschung für die Macher*innen und das Publikum, eine Premiere für alle.
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Le festival SONOHR de cette année commence le vendredi par la production collective de l’Audiowalk Aufstiege und Abgänge, en compagnie des membres de Soundmarker Ruben Kurschat et Florian Hohnhorst. Le résultat sera présenté le samedi et le dimanche. Une surprise pour les créateur·rice·s et le public, une première pour toutes et tous.
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Il Festival SONOHR di quest’anno inizia venerdì con la produzione collettiva dell’audiowalk Aufstiege und Abgänge (Ascese e discese), guidata dai membri dei Soundmarker Ruben Kurschat e Florian Hohnhorst. Sabato e domenica verrà presentato il risultato di questo lavoro: una sorpresa per i creatori e per il pubblico, una prima assoluta per tutti.
Bist du akustisch Alte Schule und hast noch physische Tonträger wie CD-Rs, MiniDiscs oder Kassetten bespielt? Dann weisst du bestimmt, dass sie von Obsoleszenz bedroht sind. Man kann sie bald nicht mehr lesen und die Inhalte gehen vergessen. Oder bist du ein Digital Native und deine Inhalte lagern in den gekühlten Serverwüsten der BigTech? Aber: Ist dein Podcast auch noch auffindbar, wenn du dein Abonnement bei Podigee oder Buzzsprout nicht mehr zahlst? Oder haben Spotify oder Apple ein langes Gedächtnis? Zeit, darüber nachzudenken, ob eine Langzeitarchivierung für deinen Podcast Sinn macht. Geschieht dies bei einer Gedächtnisinstitution wie z.B. der Schweizerischen Nationalphonothek, ist dein Podcast gleichzeitig im Katalog des klingenden Kulturgutes der Schweiz auffindbar. Wär doch nicht schlecht, oder? Wie einfach eine solche Archivierung geht, zeigen wir dir in dieser Ear Lesson.
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Lucia Vasella produziert seit über 20 Jahren Radiobeiträge, Audio-Dokus und Podcasts. Als ehemalige Programmleiterin vom SONOHR Radio & Podcast Festival hat sie gemeinsam mit Pascal Nater die SONOTHEK, das Audio-Archiv des Festivals, aufgebaut und während vielen Jahren gepflegt. Seit Juni 2023 ist sie Mitglied des Kompetenznetzwerk Ton von Memoriav, der Kompetenzstelle für das audiovisuelle Erbe der Schweiz.
Auch Pascal Nater produziert seit vielen Jahren Podcasts und Audios. Er war Geschäftsleiter vom SONOHR Radio & Podcast Festival und hat im Rahmen eines Projekts Tausende von Kassetten aus dem Sendearchiv des Aargauer Alternativradios Kanal K digitalisiert, erschlossen und der Nationalbibliothek übergeben. Er hat seine Erfahrungen und Gedanken im Storytelling-Podcast Zurückgespult verarbeitet.
Im Hörstück Breite kehrt Thomas Strehler an einen Ort seiner Kindheit zurück – ins alte, verlassene Breite-Stadion in Schaffhausen. Er steht am Mikrofon, diesmal allein, und ruft Namen ins Nichts. Zwischen den Ritzen des Betons sucht er nach Erinnerungen, nach Geräuschen, die längst verklungen sind.
Ein Selbstgespräch über das Früher und das Jetzt, über den Klang der Erinnerung. Ein Stück über Abschied, Heimat – und das, was bleibt.
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Dans la pièce sonore Breite, Thomas Strehler revient sur l’un des lieux de son enfance : le vieux stade Breite de Schaffhouse, aujourd’hui abandonné. Devant le microphone, désormais seul, il appelle des noms dans le néant. Entre les failles du béton, il se met en quête de souvenirs, de bruits tus depuis longtemps.
Un monologue sur l’avant et le maintenant, sur l’écho du souvenir. Une pièce sur les adieux, la terre natale – et tout ce qui reste.

At the intersection of art, activism, and science, Seed Carriers explores the vital practices of conserving and sharing seeds. What is cultivated biodiversity, and how can we prevent further loss?
The series examines the intricate relationships between humans and plants, as well as the intertwined history of plant domestication. In Episode 1, Seeds As Time Capsules, we explore what these fascinating living entities we call «seeds» are capable of and how they can be preserved for the future.
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An der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Wissenschaft widmet sich Seed Carriers der Frage, wie Saatgut bewahrt und weitergegeben wird. Welche Prozesse stecken hinter kultivierter Biodiversität – und wie lässt sich verhindern, dass wir noch mehr davon verlieren?
Die Serie beleuchtet die komplexen Beziehungen zwischen Menschen und Pflanzen sowie die damit verflochtene Geschichte der Domestizierung von Pflanzen. Episode 1, Seeds As Time Capsules (Samen als Zeitkapseln), erzählt, wozu diese faszinierenden Lebewesen, die wir «Samen» nennen, fähig sind und wie sie für die Zukunft bewahrt werden können.
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À la croisée de l’art, de l’activisme, et des sciences, Seed Carriers s’interroge sur la préservation et la transmission des gaines. Quels sont les processus qui se cachent derrière la biodiversité cultivée – et comment empêcher qu’elle ne disparaisse encore davantage ?
La série éclaire les liens complexes entre l’humain et le végétal, entrelacés de l’histoire de la domestication des plantes. L’épisode 1, Seeds As Time Capsules (« Les Graines, capsules temporelles »), raconte de quoi sont capables ces fascinantes formes de vie que nous appelons « graines », et comment les préserver pour l’avenir.
Pêche aux sons n. f. – action ou manière de capturer les sons datant de l’ère poissonnière ; technique exigeant une grande dextérité, afin de ne pas endommager la récolte. – « Le plus compliqué pendant le rude hiver pour ces gens du littoral, c’était la Pêche aux Sons qui écaillait les oreilles avec pugnacité » (Barles Chaudelaire).
Deux pêcheur·euse·s spécialistes de cette technique particulière sont sur le point d’embarquer dans leur chalutier. La météo est ce qu’elle est et nos deux protagonistes suggèrent aux badauds qui flânent sur les berges d’embarquer avec elleux. Folie !!!
Mêlant texte et univers sonore, cette performance est une immersion dans la richesse stupéfiante de la biodiversité́ acoustique qui nous entoure. Qu’il s’agisse de sons naturels – audibles pour nos oreilles – ou de sons cachés – produits par des ondes, Émilie Bender et Gérald Wang souhaitent engager vos oreilles à vivre une expérience originale et sensible à travers l’espace public.
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Angeln nach Geräuschen – Tätigkeit oder Art und Weise, Geräusche aus der Fischereiwelt einzufangen; Technik, die grosse Geschicklichkeit erfordert, um den Fang nicht zu beschädigen. «Das Schwierigste für die Küstenbewohner war das Angeln nach Geräuschen während des harten Winters, das den Ohren mit Hartnäckigkeit zusetzte.» (Barles Chaudelaire).
Zwei Fischer*innen, spezialisiert auf eine besondere Fangtechnik, steigen in ihren Trawler. Das Wetter ist, wie es ist, und sie laden die Schaulustigen am Ufer ein, mit ihnen abzulegen.
Diese Performance lässt die Zuschauer*innen in den erstaunlichen Reichtum der akustischen Biodiversität eintauchen. Ob natürliche Geräusche oder verborgene Klänge, die von den Wellen erzeugt werden – Émilie Bender und Gérald Wang öffnen die Ohren für eine besondere Erfahrung im öffentlichen Raum.
Im Creators’ Podium werden die Macher*innen der Wettbewerbsstücke vorgestellt. In einem halbstündigen Gespräch tauschen sie sich über ihre Herangehens- und Arbeitsweisen aus und geben so Einblick in das aktuelle Schaffen der freien Audioszene.
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Au lieu de proposer de courtes interviews pendant les sessions consacrées au concours, nous invitons les auteur·rice·s des pièces sélectionnées à discuter ensemble de leurs créations. Un échange qui invite à plonger au cœur de la création actuelle de la scène audio indépendante.